Altensteiner Höhle
Koordinate: 50° 49′ 43.82“ N, 10° 20′ 45.04“ E
Ab etwa 1797/ 98 ließ Herzog GEORG I. von Sachsen Meiningen (1761 – 1803) die Umgebung seiner Sommerresidenz bei Bad Liebenstein (Altensteiner Schloss) zu einer großzügigen Park-anlage umgestalten. Der Herzog nahm auf die Gestaltung des Parks direkten Einfluss. Eine der Besonderheiten der Parkanlage, die zweifellos zu den 10 schönsten in Deutschland zählt, ist die gezielte Einbindung geogener Elemente, wie Felsen und Höhlen.
Bei der Anlage der neuen Chaussee zum Schloss wurde am 28.06.1799 die Altensteiner Höhle entdeckt.
Die Altensteiner Höhle ist eine aktive Karsthöhle in einem oberperm-ischen Riffkalk. Das Altensteiner Riff wuchs im Zechsteinmeer vor mehr als 258 Millionen Jahren. Damals überflutete ein flaches Schelf-meer fast ganz Europa. Das Meer erstreckte sich von Nordost-England über die Niederlanden, Hessen, Thüringen bis nach Polen. In den flachen Wasserbereichen am Rand des Meeres und um Inseln wuchsen tropische Riffe. Die Riffe wurden durch korallenähnliche Tiere, den sogen. Moostierchen (Bryozoen) aufgebaut.